Pressemitteilung: Abrisstrupps am Werk: Auf dem IIGP-Areal hat der Rückbau ehemaliger Bundeswehrgebäude und -anlagen begonnen
Von Volker Bitzer
Am 18. Februar fiel der offizielle Startschuss für den Rückbau des ehemaligen Kasernengeländes auf dem Meßstetter Geißbühl. Zahlreiche Gebäude, Anlagen und Einrichtungen aus alten Bundeswehrzeiten sind für den Rückbau vorgesehen. Andere wiederum, darunter die prägnanten einstigen Mannschaftsgebäude oder das Gebäude, in dem monatelang das Kreisimpfzentrum beheimatet war, sind für eine Nachnutzung innerhalb des Interkommunalen Industrie- und Gewerbeparks (IIGP) Zollernalb vorgesehen.
Rückbau – das bedeutet Entkernen, Wertstoffe aussortieren, abreißen und recyclingfähiges Material sichern und wiederverwerten. Das spart Rohstoffe und es ist nachhaltig.
Los ging es laut einer IIGP-Pressemitteilung offiziell mit der ehemaligen Gärtnerei (Gebäude 47) am äußersten nordwestlichen Zipfel des rund 42 Hektar großen Geländes. Voraus gingen bereits kleinere Vorarbeiten, die Gebäude mussten von Wasser-, Wärme- und Stromleitungen getrennt werden, oder auch Rodungen. Die Gärtnerei am Waldrand rückte deshalb als Erstes in den Fokus, weil dort Hausrotschwänze brüteten und artenschutzrechtliche Eingriffe nur bis Februar zulässig sind. Für die Vögel wurden anderswo nagelneue Nistkästen angebracht. Als nächstes kommt hier wieder der Abrissbagger zum Einsatz, den Anbau der Gärtnerei hat er bereits dem Erdboden gleichgemacht.
Gegenwärtig ist ein halbes Dutzend kräftiger Männer im Gebäude mit der Nummer 51 im Einsatz. Hier, im ehemaligen Unteroffiziersheim, wurden in früheren Tagen sicherlich viele Feste gefeiert und die Soldaten verbrachten unzählige gesellige Stunden in den großzügigen Räumlichkeiten. Zuletzt dienten diese als Tierheim während der Ära des Ukraine-Ankunftszentrums.
Noch bis Ende August dauert der Rückbau des ersten Bauabschnittes. Dabei werden nicht nur Gebäude, sondern auch verschiedene Anlagen demontiert. So beispielsweise Fahrzeugrampen, die alte Tankstelle, die Kleinschießbahn oder Betonmasten mit Antennen, die gleich zuhauf auf dem Areal zu finden sind. Ferner die nach der Umstellung der Heizung auf Holzhackschnitzel überflüssigen Heizöltanks. Die vergebenen Rückbauarbeiten summieren sich auf rund 364.000 Euro (brutto).
Unser Bilderbogen gibt einen Einblick über die ersten umfangreichen Rückbauarbeiten; ein weiterer wichtiger Meilenstein vom ehemaligen Bundeswehrstandort hin zu einem modernen Wirtschaftsstandort vor den Toren Meßstettens.
Info: In unserem Bautagebuch können Interessierte die laufenden Rückbauarbeiten, aber auch die späteren Bauarbeiten auf dem Gelände verfolgen. Zudem können Bürgerinnen und Bürger für Neuigkeiten ebenfalls den Newsletter abonnieren.

Metalle – Kunststoffe – Holz: Fein säuberlich sortiert sind die Rohstoffe aus dem Inneren der einstigen Gärtnerei.
Foto: Stadt Meßstetten/Volker Bitzer
Das war einmal der Anbau der Bundeswehr-Gärtnerei auf dem Geißbühl; wieder verwertbare Rohstoffe werden gesichert. Der Abrissbagger wartet auf weitere Einsätze.
Foto: Stadt Meßstetten/Volker Bitzer


Die Zeit als Lost Place neigt sich für die Bundeswehr-Gärtnerei dem Ende zu.
Foto: Stadt Meßstetten/Volker Bitzer
Stündlich größer wird der Holzberg vor dem einstigen Unteroffiziersheim: Ein halbes Dutzend Männer ist mit der Entkernung beschäftigt.
Foto: Stadt Meßstetten/Volker Bitzer


Kaum wieder zu erkennen sind die Innenräume von Gebäude 51, die zuletzt als Tierheim dienten.
Foto: Stadt Meßstetten/Volker Bitzer
Charakteristisch für das ehemalige Unteroffiziersheim war die imposante Theke im Schankbereich; nur noch Reste sind davon auf dem Foto zu erkennen.
Foto: Stadt Meßstetten/Volker Bitzer


Auch Anlagen wie diese Fahrzeugrampe kommen weg. Daneben lagern bereits die zurecht gesägten Baumstämme, die am südlichen Ende des IIGP-Areals gerodet wurden.
Foto: Stadt Meßstetten/Volker Bitzer