100 Gäste beim Rundgang über das IIGP-Areal zeugen von großem Interesse am künftigen Wirtschaftspark vor den Toren Meßstettens
von Volker Bitzer
Die Resonanz überwältigte die Verantwortlichen des Interkommunalen Industrie- und Gewerbeparks (IIGP) Zollernalb: zirka einhundert Anmeldungen von Bürgerinnen und Bürgern waren eingegangen, um am öffentlichen Rundgang über das ehemalige Militärgelände und den künftigen Wirtschaftsstandort auf dem Meßstetter Geißbühl teilzunehmen. Am Freitagnachmittag des 16. Januar marschierte man los.
Vor den Toren Meßstetten wird in den nächsten Jahren ein moderner Industrie- und Gewerbepark entstehen. Schon in den kommenden Wochen werden die Bagger anrücken und mit dem symbolischen Spatenstich fällt dann der offizielle Startschuss für die Vermarktung der Grundstücke des Interkommunalen Industrie- und Gewerbeparks (IIGP) Zollernalb, die sich zusammen auf rund 50 Hektar summieren. Die seit langem eingeleitete Konversion bekommt dann auch vor Ort, greifbar und erlebbar, die entscheidende Wendung und das Kapitel „Bundeswehr“ gehört dann auf dem Geißbühl endgültig der Vergangenheit an.
Ein Termin an der Schwelle zwischen Ehemaligem und Zukunft stand am 16. Januar 2026 im Kalender. Die IIGP-Geschäftsführung hat für interessierte Bürgerinnen und Bürger, egal von woher, einen öffentlichen Rundgang über das einstige Kasernenareal angeboten und hierbei zum Reinschauen das ein oder andere Gebäude geöffnet, die allesamt noch aus der Militärzeit stammen. Dieser Freitagnachmittag bot also einerseits die Chance für Nostalgiker, sich beim Flanieren nochmals an die einstige Bundeswehrlehrluft zu erinnern. Mit Blick nach vorne, konnten sich die Gäste ebenso ausmalen, wie an diesem Ort ein moderner Wirtschaftspark der Zukunft auf Meßstetter Gemarkung aussehen könnte. IIGP-Geschäftsführerin Heike Bartenbach und ihre Kollegin Judith Berg führten die insgesamt rund 100 Besucherinnen und Besucher, aufgeteilt in zwei Gruppen. Die beiden Frauen standen Rede und Antwort, erläuterten Bundeswehr-Historie, Übergangszeit mit Kreisimpfzentrum und Ukraineankunftszentrum, den Prozess der Umwandlung, den Status Quo und vor allem die Visionen, die mit dem künftigen IIGP-Areal assoziiert sind. Nicht nur in Meßstetten, sondern auch in den anderen Mitgliedskommunen Albstadt, Balingen, Obernheim und Nusplingen. Vorstellungen, die nicht nur bei den IIGP-lern, sondern auch in den Gemeinderäten mit großen Hoffnungen (Stichwort Gewerbesteuer) verknüpft sind. So bietet der IIGP riesige, zusammenhängende Flächen, die Industrieunternehmen eine 24/7-Produktion quasi auf einer abgegrenzten grünen Wiese ermöglichen, ohne dass die Wohnbevölkerung davon gestört wird. Ein Alleinstellungsmerkmal in Baden-Württemberg, wie Geschäftsführerin Heike Bartenbach betonte. Nicht von ungefähr gibt es längst zahlreiche Anfragen interessierter Firmen, die sich auf dem Geißbühl niederlassen wollen und somit eine völlig neue Ära Meßstettens einläuten dürften: weg vom Bundeswehrstandort, hin zur modernen Industriestadt.



Fotos: Stadt Meßstetten/Volker Bitzer